Die Schauspielerin Anke Sevenich übernimmt gerne Rollen in Krimis und ist vielen Zuschauern von ihren Auftritten im Tatort bekannt

18.08.2011

Zweite Heimat : "Dat Schnüsschen"

Edgar Reitz hat in seinem Film-Epos deutsche Kinogeschichte geschrieben. Die Nation erkannte sich in der Chronik einer Hunsrücker Familie wieder, in der ein Bilderbogen von der Nazizeit bis zum Mauerfall mit cineastischer Raffinesse und Detailliebe gespannt wurde. Mit der Rolle Waltraud Schneider eroberte sich Anke Sevenich als "Schnüsschen" nachhaltig die Herzen der Zuschauer.

Zweite Heimat Inhalt

Diese Fortsetzung des Erfolgs Heimat bildet einen inhaltlichen Einschub. Die Serie behandelt nur zehn Jahre (1960-1970), die in der ersten Serie (die die Jahre 1919-1982 schilderte) weitgehend übersprungen wurden.
Der junge Hermann Simon (Henry Arnold) verlässt nach dem Abitur sein Heimatdorf Schabbach im Hunsrück, um nach München zu gehen und dort zu studieren. Er kommt bei Clemens (Michael Stephan) unter, einem alten Schulfreund aus der Heimat. Hermann freundet sich mit seinen Kommilitonen Juan Ramon Fernandez Subercaseaux (Daniel Smith), der Cellostudentin Clarissa Lichtblau (Salome Kammer) und der Verlagserbin Evelyne Cerphal (Gisela Müller) an. Die Villa ihrer Tante Elisabeth Cerphal (Hannelore Hoger), der "Fuchsbau", wird zum Treffpunkt der Clique.
Clarissa und Hermann lieben sich und werden auch musikalisch ein Team. Clarissa gewinnt mit Hermanns Komposition einen Wettbewerb. Dennoch währt ihr Glück nicht lange. Hermann komponiert weiter, gibt Klavierstunden und bereitet sein erstes Konzert vor. Er trifft Waltraud "Schnüsschen" Schneider (Anke Sevenich) wieder, von der er damals in Schabbach seinen ersten Zungenkuss bekommen hat. Im Sommer 1964 heiraten die beiden, im nächsten Jahr kommt Tochter Lulu zur Welt. Der Fuchsbau wird abgerissen. Clarissa absolviert eine erfolgreiche Tournee durch Amerika, gibt das Cellospiel aber danach auf, um mit Volker Schimmelpfennig (Armin Fuchs) eine Familie zu gründen.
Hermann gewinnt einen Musikpreis in Cannes, findet eine Anstellung bei der Produktionsfirma Isar-Film und bekommt von deren Chef Konsul Handschuh (Alexander May) ein eigenes Musikstudio. 1968 zerbricht die Ehe mit Schnüsschen. Auch Clarissa verlässt ihren Mann. Zwei Jahre später bekommt Hermann das Angebot, Handschuhs Filmfirma zu übernehmen. Er kann sich nicht entscheiden, aber auch niemanden fragen. Die Freunde sind in alle Welt verstreut, Juan arbeitet jetzt als Akrobat im Zirkus, Clarissa ist wieder mit einer Frauengruppe auf Tournee. Hermann findet sie, und die beiden verbringen noch einmal eine Nacht miteinander, dann verlässt Clarissa Hermann, der zurück nach Schabbach geht.
Die jeweils rund zweistündigen Folgen wurden ab März 1993 auf arte erstausgestrahlt. Einen Monat später liefen sie in der ARD, verfehlten den Erfolg der Originalserie Heimat jedoch bei weitem. Und so weltberühmt, wie Hermännchen in Heimat Mitte der 60er-Jahre war, war er in Die zweite Heimat merkwürdigerweise nie. Ende 2004 folgte Heimat 3.
Die Serie erhielt 1994 den Grimme-Preis.
(aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

Deutsche Erstausstrahlung: 05.09.1992 arte
Fortsetzung von Heimat
Fortsetzung als Heimat 3

Miniserie in 13 Teilen
1. Die Zeit der ersten Lieder (Hermann 1960)
2. Fremde Augen (Juan 1960/1961)
3. Eifersucht und Stolz (Evelyne 1961)
4. Ansgars Tod (Ansgar 1961/62)
5. Das Spiel mit der Freiheit
6. Kennedys Kinder
7. Weihnachtswölfe
8. Die Hochzeit
9. Die ewige Tochter
10. Das Ende der Zukunft
11. Die Zeit des Schweigens
12. Die Zeit der vielen Worte
13. Kunst

Besetzung u.a.:
Henry Arnold
Hermann Simon
Salome Kammer
Clarissa Lichtblau
Noemi Steuer
Helga Aufschrey
Anke Sevenich
Waltraud 'Schnüsschen'
Daniel Smith
Juan Subercasseaux
Gisela Müller
Evelyne Carphal
Michael Seyfried

Regie:
Edgar Reitz

Drehbuch:
Edgar Reitz

Fotos
Dat Schnüsschen im Hochzeitskleid.

Hermännchen trägt sein frisch angetrautes Weib auf Händen.

Hochzeitsfoto aus die "Zweite Heimat" (Sevenich, Arnold, Fraud)

Schnüsschen und Hermännchen kommen sich näher.

Volker, Schnüsschen und Hermann

Stammbaum der Schabbacher Sippe

Die junge Familie Simon in ihrer Münchner Wohnung im Jahre 1965.

Schnüsschen beim Abschlusskonzert, das Hermann zu seiner Abiturfeier gibt.

Shooting für das Szenemagazin Tempo: Hermännchen und Schnüsschen unter der Laterne.
Quelle: www.henryarnold.de

limitierte Edition von Heimat

Teamfoto: Sevenich in der Mitte rechts neben Arnold

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